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Ausschreitungen im Senegal: Präsident lenkt ein

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Ausschreitungen im Senegal: Präsident lenkt ein

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Senegals Präsident Abdoulaye Wade hat dem Druck der Straße nachgegeben: Nach gewaltsamen Protesten zog er in letzter Minute einen umstrittenen Vorschlag zur Änderung der Verfassung zurück. Vor dem Parlament und in anderen Bezirken der Hauptstadt Dakar hatten Studenten, Oppositionelle und Gewerkschafter gegen die geplante Änderung demonstriert, während im Parlament die Abgeordneten gerade zur Abstimmung zusammenkamen.

Präsident Abdoulaye Wade wollte die Verfassung dahingehend ändern, dass ein Präsidentschaftskandidat schon im ersten Wahlgang nur 25 Prozent der Stimmen zum Sieg braucht und nicht mehr über fünfzig Prozent wie bisher. An seinem Vorschlag, den Posten eines Vizepräsidenten einführen, hält er aber fest. Seine Gegner fürchten, dass Wade damit seine Macht zementieren will und seinen heute schon einflussreichen Sohn als Vize etabliert.

Wade ist seit 2000 im Amt. Senegal galt bislang als stabiles Land in Westafrika, doch wächst auch im Ausland die Sorge über eine Machtkonzentration Wades.