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Griechisches Kabinett beschließt Sparpaket

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Griechisches Kabinett beschließt Sparpaket

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Nach der glücklich überstandenen Vertrauensabstimmug im Parlament hat die griechische Regierung in einer Kabinettsitzung die Eckpunkte des Sparprogramms für die kommenden drei Jahre beschlossen. 28 Milliarden Euro sollen bis 2015 eingespart werden. Das unpopuläre Paket muss allerdings noch vom Parlament gebilligt werden – und selbst dann ist die Krise noch lang nicht ausgestanden, meinen Experten wie Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis von der Universität Athen: “Das alles ist keine wirkliche Lösung für die aktuellen Probleme. Derzeit werden nur Überbrückungsmaßnahmen beschlossen, die die Krise prolongieren und vertiefen. Aber damit erkauft man sich Zeit und die europäischen Politiker werden hoffentlich eine Lösung finden, die die bestehenden Schwierigkeiten nicht noch verschärft.”

Während der griechische Regierungschef am Donnerstag zum EU-Gipfel in Brüssel reist, gehen in Athen die Proteste gegen das Sparprogramm weiter. Mittlerweile sind auch Demonstranten aus Sparta eingetroffen, die zu Fuß von der Statue des antiken Helden Leonidas nach Athen wanderten, um ein Zeichen gegen den Ausverkauf Griechenlands zu setzen. Ein gesellschaftlicher Konsens hinsichtlich der Sparzwänge, wie ihn sich die griechische Regierung wünscht, ist noch lang nicht in Sicht.