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Heroin durch Designer-Drogen abgelöst

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Heroin durch Designer-Drogen abgelöst

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Der traditionelle Drogenmarkt stagniert mehr oder weniger, doch synthetische Drogen sind auf dem Vormarsch – so die Erkenntnis aus dem Weltdrogenbericht, den die Vereinten Nationen an diesem Donnerstag veröffentlichten.

Die Fortschritte im Kampf gegen herkömmliche Drogen wie Heroin und Kokain würden durch Mode-Drogen wieder relativiert, klagt der Chef des UN-Büros für Drogenbekämpfung, Yury Fedotov, und setzt sich für mehr Hilfe für die Konsumenten ein.

Sandeep Chawla, im UN-Büro für Politikanalysen zuständig, bläst ins selbe Horn: “Um das Problem der Drogentoten grundlegend in den Griff zu bekommen, sollte man den Konsumenten bedarfsgerechte Behandlung anbieten, denn das sind Leute, die an einer Krankheit leiden.”

Der allgemeine Konsum veränderte sich laut dem Bericht im vergangenen Jahr kaum, knapp fünf Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren haben demnach mindestens einmal illegale Drogen konsumiert. Die Märkte für Kokain, Heroin und Cannabis seien stabil geblieben oder geschrumpft.

In den USA brach der Kokainkonsum ein. Welt-Droge Nummer Eins bleibt Cannabis. Bei den synthetischen Drogen wie Spice ist das Problem, dass sie nicht in allen Ländern verboten sind, und dass ihre Zusammensetzung ständig verändert wird.