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Menschenrechtspreis für russisches "Komitee gegen Folter"


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Menschenrechtspreis für russisches "Komitee gegen Folter"

Die russische Nichtregierungsorganisation “Komitee gegen Folter” hat für ihren Einsatz im Nordkaukasus den Menschenrechtspreis der parlamentarischen Versammlung des Europarates bekommen. Das Komitee habe nicht nur Folteropfern geholfen, sondern auch dafür gesorgt, dass Verantwortliche schwerer Übergriffe vor Gericht, heisst es in der Begründung.
Igor Kaljapin, Präsident des “Komitees gegen Folter”, sagte in Straßburg: “Ich hoffe, der Preis wird uns helfen, noch stärker zu werden, lauter zu sprechen über die Probleme, die wir in Russland und besonders in Tschetschenien haben.”
Dick Marty, Schweizer Parlamentarier und Mitglied der Jury, würdigte die Arbeit der 45 Anwälte im Nordkaukasus und besonders in Tschetschenien: “Ich hatte die Gelegenheit, sie am Werk zu sehen, sie leisten eine außerordentliche Arbeit. Dieses Team aus jungen Juristen steht Opfern bei. Sie tun alles was möglich ist, um Polizei- und Justizapparat zum Handeln zu drängen.”
Marty würdigte den Mut der Mitglieder dieser Organisation, gegen die Straffreiheit bei Vergehen gegen die Menschrechte anzukämpfen.
Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird seit 2009 alle zwei Jahre vergeben. Damals ging er an die Nichtregierungsorganisation “Irish Rights Watch”, die seit 1990 im Nordirland-Konflikt engagiert ist.

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