Eilmeldung

Eilmeldung

US-Militär reagiert verhalten auf Truppenabzug

Sie lesen gerade:

US-Militär reagiert verhalten auf Truppenabzug

Schriftgrösse Aa Aa

Der von US-Präsident Barack Obama angekündigte Abzug von 33.000 Soldaten aus Afghanistan hat bei der Armeeführung nur verhaltene Zustimmung gefunden. Der scheidende Oberkommandierende der internationalen Truppen in Afghanistan, General David Petraeus, warnte vor möglichen Risiken, die ein derartiger Truppenabzug mit sich bringen könne.
In der ersten Kongressanhörung zu seinem Bestätigungsverfahren als künftiger Chef des Geheimdienstes CIA bewertete Petraeus Obamas Abzugspläne am Donnerstag als ambitioniert. “Die letztliche Entscheidung war hinsichtlich des Zeitplans ein entschlossenerer Ansatz als wir ihn empfohlen hätten”, sagte er. Derzeit sind gut 99.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Bis Ende 2011 sollen 10.000 von ihnen abgezogen werden, bis September kommenden Jahres 23.000 weitere. Obamas Plänen zufolge sollen nach dem Teilabzug zunächst noch rund 70.000 US-Soldaten am Hindukusch bleiben, das sind etwa doppelt so viel wie bei seinem Amtsantritt im Januar 2009. Experten warnen indes vor einem möglichen Bürgerkrieg in Afghanistan, sollten die meisten ausländischen Truppen wie vorgesehen bis 2014 abgezogen sein. US-Außenministerin Hillary Clinton bekräftigte, dass die USA den Konflikt mit den Taliban auch auf diplomatischen Kanälen lösen wollten.