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Bankenbeteiligung an Griechenland-Paket wird noch verhandelt

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Bankenbeteiligung an Griechenland-Paket wird noch verhandelt

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In der Eurozone gibt es noch kein fertiges Modell zur Beteiligung von Banken an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland. Informelle Gespräche mit den Geldhäusern sollten in den nächsten Tagen zu verschiedenen Optionen führen, sagte der Sprecher des EU-Währungskommissars. Zunächst solle festgestellt werden, inwieweit die Banken überhaupt griechische Schuldpapiere übernommen hätten.

Auch in Frankreich ist das Thema aktuell.

Staatspräsident Nicolas Sarkozy wies in Paris auf intensive Konsultationen des Finanzministerums mit Banken und Versicherungen über eine private Beteiligung an einer griechischen Schuldenlösung hin. Oberstes Ziel sei dabei die Rettung Griechenlands und des Euros.

Debattiert wird über ein freiwilliges Roll-Over der griechischen Staatsschulden, wonach Gläubiger neue Anleihen Athens kaufen, sobald alte auslaufen. Mit einem Volumen von fünf Milliarden Euro ist in Frankreich BNP Paribas am stärksten in Griechenland engagiert.

Bisher gibt es in Brüssel keine Summen, mit denen der Privatsektor sich an der zweiten Griechenland-Rettung beteiligen könnte. Vor zwei Wochen war einmal von rund 30 Milliarden Euro die Rede gewesen – diese Zahl fällt inzwischen nicht mehr.

Das Gesamtpaket soll einen Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro haben und bis Mitte Juli stehen.