Eilmeldung

Eilmeldung

Gaza-Hilfsflotte will spätestens am Freitag in See stechen

Sie lesen gerade:

Gaza-Hilfsflotte will spätestens am Freitag in See stechen

Schriftgrösse Aa Aa

Trotz Behinderungen durch die griechischen Behörden wollen die Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte am Donnerstag oder Freitag von Kreta aus aufbrechen. Bei ihrer Pressekonferenz in Athen teilten sie mit, ihre Schiffe könnten wegen ungewöhnlich scharfer Kontrollen nicht sofort auslaufen.

Israel ist entschlossen, ihr Eintreffen im Gaza-Streifen zu verhindern, wie beim Kabinettstreffen an diesem Montag erneut bekräftigt wurde. Eine Konfrontation wie vor einem Jahr soll allerdings vermieden werden. Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, er habe die Streitkräfte angewiesen, die Schiffe zu stoppen, falls diese versuchten, den Gazastreifen zu erreichen. Man werde die Aktivisten warnen, ihnen die Lage erklären und versuchen, eine Konfrontation zu verhindern.

Die Marine probt entsprechende Manöver. Mit etwa zehn bis fünfzehn Schiffen wollen die Aktivisten, die aus verschiedenen Ländern stammen, Hilfsgüter nach Gaza bringen. Eine ähnliche Aktion im vergangenen Jahr endete für neun Aktivisten mit dem Tod. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon drängte die betreffenden Staaten, Aktivisten von solchen Flottenaktionen abzuhalten, um eine Eskalation zu vermeiden.

Israel hatte seinerseits ausländischen Journalisten mit mehrjährigem Einreiseverbot und Konfiszierung ihres Materials gedroht, falls sie auf den Schiffen mitfahren. Nach Kritik von Seiten der Medien wegen mangelnder Pressefreiheit hieß es, man werde die Maßnahmen überdenken – die Journalisten sollten einem “speziellen Verfahren” unterzogen werden.