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Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Haftbefehl gegen libyschen Staatschef

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Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Haftbefehl gegen libyschen Staatschef

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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen Muammar al-Gaddafi und zwei seiner engsten Vertrauten erlassen. Dem libyschen Machthaber sowie seinem Sohn Saif al-Islam und seinem Schwager, dem Geheimdienstchef Abdullah Senussi, werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen – darunter Morde an Hunderten Zivilisten, Folter, militärische Gewalt gegen Zivilisten und die Organisierung von Massenvergewaltigungen.

Gaddafi sowie sein Sohn und sein Schwager seien im strafrechtlichen Sinne persönlich für die Verbrechen verantwortlich, die zur Niederschlagung des Volksaufstandes in Libyen begangen worden seien.

Gaddafi hat trotz andauernder Nato-Luftangriffe erklärt, er werde in Libyen kämpfen bis zum Tod.

Nach Einschätzung von Diplomaten könnten die Haftbefehle eine Verhandlungslösung erschweren. Als offiziell gesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher werde ein Gang ins Exil für die drei Männer unwahrscheinlich.