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Frisch designierte IWF-Chefin ruft Griechen zur Einheit beim Sparen auf

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Frisch designierte IWF-Chefin ruft Griechen zur Einheit beim Sparen auf

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Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde wird neue IWF-Chefin, die erste Frau auf diesem Posten. Der Verwaltungsrat des Internationalen Währungsfonds entschied sich an diesem Dienstag einstimmig für die 55-Jährige. Anfang Juli soll sie ihr Amt antreten.

Im französischen Fernsehen ging die frisch Designierte im 20-Uhr-Interview gleich zur Tagesordnung über: Sie habe heute Abend eine Botschaft an Griechenland: einen Appell an die griechischen Oppositionsparteien, sich der Regierungspartei in einem nationalen Einvernehmen anzuschließen. Es gehe um das Schicksal des Landes, um seine Sicherheit, und jetzt müssten kleine und große politische Differenzen beiseite geschoben werden.

Entgegen den Befürchtungen, die Französin würde sich vor allem für Europa einsetzen, hat Lagarde angekündigt, sie wolle sich als IWF-Chefin besonders für die Schwellenländer stark machen, und auf die Belange armer Länder besser eingehen. Mit dem IWF-Posten habe sie zu Beginn des Skandals um ihren Vorgänger Strauss-Kahn kaum gerechnet. Dass sie beim Vorstellungsgespräch als einzige Frau 24 Männern gegenübersaß, scheint ihr nach eigenen Angaben ebenfalls änderungswürdig.