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Griechen-Streiks: "Das Sparpaket ist unser Grabstein"

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Griechen-Streiks: "Das Sparpaket ist unser Grabstein"

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Mit landesweiten Streiks versuchen vor allem griechische Angestellte, das Land lahmzulegen und vor der Abstimmung im Parlament Druck auf die Regierung auszuüben. Gewerkschaften riefen zu dem 48-Stunden-Ausstand auf, Hunderttausende zogen in mehreren Städten durch die Straßen. Eine streikende Bankangestellte sagte:

“Wir sind gegen das, was sie uns antun wollen. Diese Sparmaßnahmen werden unser Grabstein sein. Sie werden extreme Auswirkungen für Arbeiter und alle Schichten haben.”

Unter anderem legten an den Flughäfen die Lotsen und anderes Bodenpersonal zeitweilig die Arbeit nieder. Viele Flüge sind gestrichen. Fluggäste warten, ohne zu wissen, wann sie fortkommen. Ein belgischer Urlauber meinte:

“Es ist etwas ärgerlich für die ganzen Touristen. Wir kommen ja hierher, um Griechenland zu sponsern und ihrer Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.”

Im Hafen von Piräus blockieren Arbeiter den Fährbetrieb, auch die Mitarbeiter in Banken und Ministerien nehmen am Streik teil. Vielfach fahren weder Busse noch Bahnen und Ärzte behandeln nur Notfälle. Allerdings kam es bislang nicht zum von den Gewerkschaften angepeilten Generalstreik; Supermärkte, Cafés und Restaurants etwa sind weiterhin geöffnet.