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Japan: Neue Minister für Katastrophenschutz und Wiederaufbau

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Japan: Neue Minister für Katastrophenschutz und Wiederaufbau

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Japans Regierungschef Naoto Kan hat sein Kabinett umgebildet. Er werde zurücktreten, wie versprochen, sagte Kan. Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist er wegen seines Krisenmanagements umstritten.

Zuvor müsse das Parlament aber einige Gesetze absegnen.

Naoto Kan:

“Ich gebe die Macht an Jüngere ab, sobald ich meiner Verantwortung nachgekommen bin. Dazu zähle ich unter anderem Gesetze zur Finanzierung des Wiederaufbaus und zu erneuerbaren Energien.”

Ende Juli, Anfang August könnte es soweit sein, meinen Parteifreunde.

Vorerst hat Kan zwei neue Posten in seinem Kabinett geschaffen: Sein Sonderberater in der Atomkrise, Goshi Hosono, wird Minister und der bisherige Katastrophenschutzminister Ryu Matsumoto leitet das neue Ministerium für Wiederaufbau.

An der Atomruine in Fukushima hat die Betreiberfirma Tepco eine Dekontaminierungsanlage installiert – statt immer neues Kühlwasser in die

strahlenden Reaktorgebäude zu pumpen, wird die inzwischen stark verseuchte Brühe wiederverwendet. In der Atomruine schwappen mehr als 100 000 Tonnen stark verseuchtes Wasser.

Nach Erdbeben und Tsunami war am 11. März der Strom im Kraftwerk weitgehend ausgefallen und damit auch die Kühlung. Die Folge: Eine Kernschmelze in den Reaktoren 1 bis 3. Wasser soll nun die geschmolzenen Brennstäbe am Boden der Reaktorkessel kühl halten.