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Steuern steigen für die Griechen


Griechenland

Steuern steigen für die Griechen

Steuern sind der momentane Stolperstein der griechischen Politik. Die Gläubiger machen Druck – es muss mehr Geld in die Kasse kommen!

Innerhalb von 4 Jahren wollen sie gut 14 Milliarden Euro an Steuereinnahmen sehen, das wären 659 Millionen mehr als noch im Juni geplant.

Dazu soll ein Art “Solidaritätssteuer” eingeführt werden von einem bis 5 Prozent für jene, die mehr als 12.000 Euro Jahreseinkommen haben. Das sollte dann um die 1,38 Milliarden Euro in vier Jahren bringen. Die untere Grenze für die Besteuerung soll von 12.000 auf 8.000 Euro Jahreseinkommen gesenkt werden. Die Mehrwertsteuer für Restaurants steigt von 13 auf 23%.

Und nun sollen auch wirklich die Reichen Steuern zahlen – auf Luxusprodukte wie Jachten, Swimmings-pools und teure Autos. Dazu steigt die Besteuerung von Immobilien.

Aber wer zahlt am Ende wirklich seine Steuern?

An dieser Frage erhitzen sich in Griechenland die Gemüter. Sogar der neue Finanzminister Evangelos Venizelos räumte vor dem Parlament ein, erste Priorität müsse das Ausräumen der Ungerechtigkeit haben, es gelte Steuerschlupflöcher zu schließen.

Viele der Probleme, mit denen sich der linke Regierungschef Papandreou herumchlägt, haben auch vorherige konservative Regierungen zu verantworten. Und deren Parteigänger spekulieren jetzt darauf, dass Griechenland von seinen Partnern nicht fallen gelassen wird. Der Politik-Wissenschaftler George Tzogopoulos glaubt, die konservativen Parteiführer machen jetzt Stimmung für Neuwahlen, auf die dann wieder eine allgemeine Enttäuschung der Leuten folgen werde.

Derweil geht es den einfachen Leuten ans Eingemachte: Polizisten und Feuerwehrleute protestieren gegen Einkommenskürzungen von noch einmal 3 – 4 Prozent. Ihre Forderung lautet: “Holt euch endlich das Geld von den Reichen, die den Staat um die Steuern betrügen!”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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