Eilmeldung

Eilmeldung

Wen auf Einkaufs-Stopp in Berlin - Menschenrechtstipps gibt es dazu

Sie lesen gerade:

Wen auf Einkaufs-Stopp in Berlin - Menschenrechtstipps gibt es dazu

Schriftgrösse Aa Aa

Preisfrage – zwei Regierungschefs, eine Dame und ein Herr, stehen für zwei Boomländer. Aber wer bekommt von wem Entwicklungshilfe ? Es ist der Herr – Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao, auf Besuch bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. 300 Millionen Euro zahle man noch an China, so das deutsche Entwicklungsministerium, neue Zusagen gebe es seit 2010 nicht mehr.

Denn heute kommen die Zusagen aus der Gegenrichtung. Während der Europareise Wen Jiabaos sollen die ersten Regierungskonsultationen mit China der deutschen Wirtschaft Milliardenaufträge bringen.

Beim letzten Stopp in London standen am Ende 1,6 Milliarden Euro in den Auftragsbüchern.

In Deutschland warten Großprojekte von Airbus, Daimler, Volkswagen und BASF auf eine Bestätigung.

Das Thema Menschenrechte schwingt immer mit – ohne wirtschaftliche und politische Rechte gebe es keine wahre Freiheit, so Wen in London.

Merkel werde auch die Menschenrechtslage in China ansprechen, versicherten ranghohe deutsche Diplomaten, Allerdings voraussichtlich nicht öffentlich.

In London demonstrierten Tibet-Aktivisten, in Berlin forderte Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller Gerechtigkeit für den chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei.

Er war vergangene Woche nach zehn Wochen Haft auf freien Fuß gesetzt worden – auf Bewährung.

Ai Weiwei darf Peking nicht verlassen und keine Auskunft zu seinem Fall geben.