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EU-Beamte drohen mit Streik

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EU-Beamte drohen mit Streik

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Während in den oberen Etagen der Europäischen Kommission in Brüssel um die Ausgaben der Union zwischen 2014 und 2020 gerungen wurde, versammelten sich im Foyer Beamte und Angestellte der europäischen Institutionen, um zu verhindern, dass ihre Gehälter und Rentenansprüche zusammengestrichen werden.

Zuvor hatten mehrere der 27 Regierungen erneut einen strikten Sparkurs verlangt. In einem gemeinsamen Brief verlangten acht Regierungen, darunter auch die deutsche, Einsparungen bei den Gehältern, Pensionen und Zuschlägen der rund 50.000 EU-Beamten.

Die Gewerkschaftsvertreterin Luigia Dricot-Daniele von ‘Solidarité Européenne Union’ erklärte, dass die Beamten alle europäischen Bürger repräsentierten.

Doch viele Bürger können das kaum nachvollziehen, so unser euronews-Kollege Rafael Cereceda in Brüssel: “ein Brief, in dem acht Mitgliedsstaaten zu Einsparungen im Personal-Budget aufriefen, hat die Gewerkschaften auf den Plan gebracht. Doch auf der Straße, selbst in Brüssel, können viele Menschen den Arbeitskampf der Beamten kaum nachvollziehen.”

Tatsächlich genießen die EU-Mitarbeiter viele Priviliegien: hohe Bezahlung, eine freie Reise nach Hause pro Jahr, freie Tage für die Reisen, freie Tage um Überstunden abzufeiern. Eine Frau gleich vor dem Kommissionsgebäudes sagt, es seien jetzt schon zu viele Privilegien. Eine andere fügt hinzu, dass in Krisenzeiten Menschen überall auf Geld und Priviliegien verzichten müssen. Da sei es nur normal, dass dies auch für EU-Mitarbeiter gelte.

Die Betroffenen aber lassen sich nicht beirren – und drohen sogar mit Streik.