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Libyen: Frankreich hat Aufständische mit Waffen versorgt

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Libyen: Frankreich hat Aufständische mit Waffen versorgt

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Frankreich hat die Aufständischen in Libyen mit Waffen versorgt: Das hat die französische Armee bestätigt. Sie spricht aber nur von leichten Schusswaffen und Munition, die im Westen von Libyen abgeworfen worden seien.

Zuvor hatte Le Figaro über diese Fallschirmabwürfe berichtet: Der Zeitung zufolge waren die Lieferungen aber weitaus umfangreicher. Demnach gehörten dazu auch Maschinengewehre, Panzerfäuste und Raketenwerfer.

Frankreichs Armee begründet die Waffenlieferungen an die Aufständischen mit humanitären Motiven: Demnach hatte sich die Lage in der Gegend von Dschebel Nafusa zugespitzt: Zivilisten seien bedroht gewesen und hätten sich nicht verteidigen können.

Laut Figaro waren die Verbündeten in der NATO nicht informiert. Großbritannien, Frankreichs enger Partner in Libyen, lehnt so einen Schritt ab. Es könne zwar besondere Umstände geben, teilt das Außenministerium mit, aber an sich gelte das derzeitige Waffenembargo für ganz Libyen.

Bisher hat nur das Golf-Emirat Katar zugegeben, dass es die libyschen Aufständischen mit Waffen versorgt. Diese Lieferungen gehen aber nach Bengasi, in die Hochburg der Rebellen.