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Mögliche Entlastung im Meredith-Kercher-Mord

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Mögliche Entlastung im Meredith-Kercher-Mord

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2007 soll ein Pärchen in Italien die britische Studentin Meredith Kercher getötet haben: Die Tat war dort einer der spektakulärsten Fälle der letzten Jahre; die beiden bekamen lange Haftstrafen. Amanda Knox und Raffaele Sollecito bestritten die Vorwürfe, wurden aber von Rudy Guede, einem getrennt verurteilten Mittäter, belastet.

Jetzt, im Berufungsverfahren, bezweifelt jedoch ein Gutachten wesentliche Teile der Ermittlungen. Vor allem geht es um die Tatwaffe: Den Gutachtern zufolge ist auf der Klinge nun doch kein Blut des Opfers zu finden.

Sie kritisieren außerdem die Arbeit der Polizei: Die Ermittler hätten international übliche Untersuchungsnormen verletzt, halten sie in ihrem Gutachten fest. Die zuerst auf dem Messer festgestellten Genspuren könnten daher auch von Verunreinigungen stammen.

Das Gleiche gilt dem Gutachten zufolge für Genspuren am BH-Verschluss des Opfers, die Sollecito zugeordnet wurden. Belegen lassen sich demnach nur Genspuren von Amanda Knox auf dem Griff des Messers.