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Geiseln waren einander Stütze und Halt

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Geiseln waren einander Stütze und Halt

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Die französischen Journalisten Stéphane Taponier und Hervé Ghesquière sind auf dem Militärflughafen Villacoublay bei Paris angekommen. Die beiden Männer waren eineinhalb Jahre in Afghanistan in der Gewalt der Taliban gewesen.

Sie waren im Dezember 2009 bei Dreharbeiten für den französischen Sender France 3 verschleppt worden.

Taponier erklärte, sie seien während der über 500 Tage ihrer Geiselhaft nicht geschlagen oder gefesselt worden. Die Gefangenschaft sei dennoch sehr hart gewesen. Sie hätten einander Stütze und Halt gegeben.

Ghesquière sagte, er denke an die anderen Geiseln in dieser Welt. Er denke an die, die nicht soviel Glück gehabt hätten wie er, die etwa bei Befreiungsaktionen ums Leben gekommen oder von ihren Entführern getötet worden seien.

Am Flughafen warteten Eltern und Bruder von Taponier und die Lebensgefährtin von Ghesquière, ebenso wie der französische Präsident Nicolas Sarkozy mit Gattin Carla Bruni, Außenminister Alain Juppé und Verteidigungsminister Gerard Longuet.

Sarkozy dankte allen, die im Hintergrund für die Rückkehr der beiden Franzosen gearbeitet hätten. Die Umstände der Freilassung sind unklar.