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Mehr als 1000 Verletzte nach Protesten in Ägypten

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Mehr als 1000 Verletzte nach Protesten in Ägypten

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Gut vier Monate nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak haben unzufriedene Jugendliche wieder den Tahrir-Platz in Kairo besetzt. Aus Protesten gegen eine aus ihrer Sicht schleppende und nicht ausreichende Bestrafung ehemaliger Funktionäre des abgesetzten Präsidenten entwickelte sich eine Straßenschlacht mit der Polizei.
 
Mina Botros, Aktivist:
“Eine Weile hielt sich die Polizei zurück, jetzt ist sie wieder da – sie sollte Demonstranten aber nicht so behandeln.“ 
 
 
Das Gesundheitsministerium zählte nach den Zusammenstößen mehr als 1000 Verletzte, meist durch Tränengas. Auch 40 Polizisten hätten Verletzungen abbekommen.
 
Für 40 Demonstranten sei der Tag vor einem  Militärgericht zuende gegangen, hieß es in Sicherheitskreisen.
 
Einige Jugendliche kündigten an, sie wollten ein neues Dauercamp auf dem Tahrir-Platzes organisieren.
 
Der stellvertretende US-Außenminister William Burns macht sich Sorgen. Die Revolution habe friedlich begonnen und das sollte auch so bleiben.
  
“Wir hoffen, die angekündigte Untersuchung wird fair”, so Burns, “und dass sich der politische Übergang friedlich weiterentwickelt.”
 
Die Ausschreitungen hatten nach einer Gedenkfeier von Angehörigen der “Märtyrer der Revolution” in einem anderen Stadtteil begonnen. Während der
sogenannten arabischen Revolution waren Anfang des Jahres mehr als 800 Demonstranten umgekommen.