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Ruhe nach den Krawallen

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Ruhe nach den Krawallen

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In Athen ist nach den schweren Krawallen die Lage ruhig. Die Stadt wird aufgeräumt. Aus Protest gegen den Sparplan hatten Hunderte in der Hauptstadt randaliert. Rund 150 Menschen wurden verletzt. Das Parlament hatte die Sparmaßnahmen gestern gebilligt und damit einen Staatsbankrott Griechenlands zunächst abgewendet. Das Sparpaket war zudem Voraussetzung für weitere Milliarden-Hilfen von der EU und dem Internationalen Währungsfonds.

Nun entscheidet das Parlament über die Umsetzung des 78 Milliarden Euro schweren Pakets.

Die einzelnen Gesetze, über die abgestimmt wird, beinhalten unter anderem Steuererhöhungen, und die Regulierung des Arbeitsmarkts.

Ein Grieche sagte: “Es wird alles nur schlimmer werden, als es eh schon ist. Es gibt keine Zukunft für uns, nichts.” Ein Anderer unterstrich: “Die Griechen müssen kämpfen, denn Armut ist etwas Schwieriges. Nur wer es erlebt, weiß wie kompliziert es ist.”

Aufgrund des Generalstreiks der vergangenen zwei Tage sind zahlreiche Touristen gestrandet. Der Fährverkehr kam zum Erliegen. Auch heute bleibt der Athener Hafen geschlossen und viele Urlauber können nicht zu den griechischen Inseln weiterreisen.