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Schulfrei: Streik in Großbritanniens öffentlichem Dienst

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Schulfrei: Streik in Großbritanniens öffentlichem Dienst

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Tausende Lehrer und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes streiken in Großbritannien: Statt zur Arbeit zogen sie in London und anderen Städten auf die Straße, um gegen die geplante Rentenreform zu protestieren. Ihnen drohen Pensionskürzungen und die Erhöhung des Rentenalters. Vier Gewerkschaften haben zu dem Streik aufgerufen, sie rechneten damit, dass sich bis zu 750.000 Beschäftigte beteiligen.

“Wir sind sauer, dass die Leute, die uns in dieses Durcheinander gebracht haben, nicht leiden, dafür aber Leute, die sich für die Gesellschaft und für die Gemeinden einsetzen!” schimpft ein Demonstrant in London.

Mindestens zwei Drittel der öffentlichen Schulen blieben geschlossen oder hatten nur Teilbetrieb, Justizverwaltungen, Behörden, Polizei und die Grenzkontrollen an Flughäfen und Häfen waren ebenfalls vom Ausstand betroffen. Dieser war auf 24 Stunden angesetzt.

Dass zu einem Zeitpunkt gestreikt wird, an dem Regierung und Gewerkschaften noch über die Rentenreform verhandeln, stieß nicht nur im Kabinett auf Kritik. Auch Oppositionsführer Ed Miliband bemängelt: “Die Streiks sind zu diesem Zeitpunkt falsch. Aber beide Seiten haben Eltern und Öffentlichkeit hängenlassen, die Regierung war rücksichtslos und provozierend. Nach der heutigen Störung dränge ich sie beide, die Rhetorik beiseite zu lassen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und zu verhindern, dass das noch einmal passiert.”

Hinter den Kulissen halten auch bei den Gewerkschaften nicht alle den Streik für sinnvoll zu diesem Zeitpunkt. Die nächste Verhandlung ist in der kommenden Woche geplant.