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Wie das Diktat der leeren Kassen griechische Familien trifft

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Wie das Diktat der leeren Kassen griechische Familien trifft

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Dramatische Stunden in Athen: Das 78-Milliarden-Euro-Sparpaket der griechischen Regierung hat das Parlament in Athen passiert, während draußen der Volkszorn tobte.
Die Staatspleite ist vorerst abgewendet. An diesem Donnerstag müssen die Abgeordneten noch über konkrete Schritte zur Ausführung abstimmen.
 
Eine Revolution von oben, noch dazu unter enormem Zeitdruck.
 
Gewaltbereite Demonstranten nutzten die aufgeladene Stimmung. Brandflaschen flogen – die Feuerwehr konnte in letzter Minute sieben Menschen aus einem brennenden Gebäude retten. Nach Medienberichten wurden mindestens 500 Menschen verletzt, darunter etwa 30 Polizisten. Mehr als 40 gewalttätige Demonstranten seien festgenommen worden.
 
Nach Schätzungen von Fachleuten erwarten den griechischen Steuerzahler Lasten von insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro – danach muss jede griechische Familie im Schnitt auf mindestens zehn Prozent ihres Jahreseinkommens verzichten. 
 
Die Euro-Finanzminister entscheiden am kommenden Sonntag über die nächste Kredittranche von insgesamt 12 Milliarden Euro.