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Aufsehenerregende Wende im Fall Strauss-Kahn

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Aufsehenerregende Wende im Fall Strauss-Kahn

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Für Dominique Strauss-Kahn ist das wohl die Wende: Sein Hausarrest ist aufgehoben, seine Kaution bekommt er zurück. Die USA verlassen darf er aber nicht; noch wird weiterhin ermittelt.

Der Grund für diese Wende: Selbst die Anklage bezweifelt inzwischen die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers. Die Frau soll mehrfach gelogen haben. Nach Medienberichten ist sie außerdem in kriminelle Machenschaften wie Geldwäsche verstrickt.

Man habe immer geglaubt, dass dieser Fall in Wahrheit ganz anders liege, sagt Strauss-Kahns Anwalt Benjamin Brafman. Er spricht von einem ersten Schritt in die richtige Richtung und hofft nun, dass der nächste Schritt zur Einstellung des Verfahrens führe.

Der Anwalt der Frau gibt zu, sie habe mit Falschaussagen Fehler gemacht. Kenneth Thompson bleibt aber dabei, dass es den Vergewaltigungsversuch trotzdem gegeben habe: Daran habe dieser Tag nichts geändert.

Strauss-Kahns einzige Verteidigung sei seine Darstellung, es sei um einvernehmlichen Sex gegangen, meint Thompson; aber das sei eine Lüge.

Strauss-Kahn sei nackt aus einem der Zimmer gestürzt und über die Frau hergefallen.

Strauss-Kahn trat nach seiner Festnahme als Chef des Internationalen Währungsfonds zurück. In seiner Heimat Frankreich wird jetzt aber darüber debattiert, ob er nächstes Jahr nun doch für seine Sozialistische Partei zur Präsidentenwahl antreten könnte, gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Umfragen vor dem Zwischenfall hatten ihn als Favoriten für das höchste Staatsamt gezeigt.