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Möglicher Wendepunkt im Fall Strauss-Kahn

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Möglicher Wendepunkt im Fall Strauss-Kahn

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Die Vorwürfe wegen versuchter Vergewaltigung gegen Dominique Strauss Kahn könnten in sich zusammenbrechen. Der frühere IWF-Chef wird an diesem Nachmittag erneut vor Gericht erwartet – rund zwei Wochen früher als zuvor festgesetzt.

Wie die New York Times berichtet, gibt es erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin, die auch das mutmaßliche Opfer ist. So soll das Zimmermädchen in Geldwäsche und Drogenhandel verwickelt sein.

Laut ihrem Anwalt soll der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds sie Mitte Mai in einem Hotelzimmer zu sexuellen Praktiken gezwungen haben. Seitdem ist Strauss Kahn unter Hausarrest.

Wie die Zeitung weiter berichtet, hat das Zimmermädchen offenbar am Tattag am Telefon darüber gesprochen, wie mit Vorwürfen gegen den früheren IWF-Chef Geld zu machen sei. Das Telefonat wurde angeblich aufgezeichnet.

Ihr Gesprächspartner sitzt wegen Drogenschmuggels hinter Gitter und soll immer wieder Geld auf dem Konto der Frau geparkt haben – zusammengerechnet etwa 100.000 Dollar.

Falls die Berichte stimmen, könnte Strauss-Kahn in kürze frei kommen – bei einer Verurteilung hätte er mit bis zu 25 Jahren Gefängnis rechnen müssen.