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"Polen wird ein optimistischer Ratspräsident sein"

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"Polen wird ein optimistischer Ratspräsident sein"

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Polen, der neue Ratsvorsitzende der EU, will in den nächsten sechs Monaten den europäischen Gemeinschaftsgeist stärken. Polens Präsident Bronislaw Komorowski sagte, sein Land wisse, welchen Wert die Idee der europäischen Integration habe. Europa sei in einer schwierigen Zeit, da wolle Polen ein verantwortungsvoller und optimistischer Lenker sein. Ähnlich zuversichtlich äußerte sich auch Polens Europaminister Mikolaj Dowgielewicz:

“Polen kann jetzt seine Begeisterung für Europa zeigen. Wir sind das Land mit den meisten EU-Befürwortern, wie man in Umfragen sieht. Und das ist ein gewisses politisches Kapital, das wir nutzen wollen. Gleichzeitig denke ich, ist es wichtig, zu den Grundsätzen der Union zurückzukehren. Wir müssen eine gemeinsame Führung an den Tag legen, das betrifft alle EU-Institutionen. Wir müssen die EU gemeinsam aus ihrer derzeitigen, schwierigen Lage herausführen.”

Gestern hatten Tausende Gewerkschaftsmitglieder in Warschau gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert. Sie forderten unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns, der aktuell bei 350 Euro im Monat liegt. Außerdem verlangten sie Steuersenkungen und mehr Einsatz im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Insgesamt steht das Land aber wirtschaftlich gut da, 80 Prozent der Polen bewerten die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU als positiv. Seit 2004 ist Polen dabei, dies ist die erste Ratspräsidentschaft.