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Afrikanische Union rückt beim Thema Libyen näher zusammen

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Afrikanische Union rückt beim Thema Libyen näher zusammen

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In der Libyenkrise hat sich die Afrikanische Union zu einer gemeinsamen Position durchgerungen. In Malabo in Äquatorialguinea einigten sich die Teilnehmer auf einen Text, der bei den Verhandlungen der libyschen Konfliktparteien als Grundlage dienen soll.

Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union Jean Ping weiss aus Erfahrung: “Krisen wie in Libyen, in der Elfenbeinküste, im Sudan oder in Somalia, all jene Krisen mussten in Angriff genommen werden, als es in Afrika wie auf jedem anderen Kontinent unterschiedliche Ansichten gab. So musste man zu einer gemeinsamen Position zusammenfinden – durch lange Debatten und Verhandlungen.”

Die Gespräche der libyschen Konfliktparteien sollen bald in Äthiopien stattfinden, wann genau, war noch unklar. Ein Mitglied des libyschen nationalen Übergangsrates Abderrahman Chalgham erklärte, zwar nicht die Mehrheit, aber viele Staaten sprächen es offen aus: Gaddafi müsse zurücktreten. Niemand innerhalb oder außerhalb unterstütze noch Gaddafi.

Unser euronews Korrespondent Francois Chignon in Malabo: “Das Ziel des 17. Gipfels der Afrikanischen Union bestand darin, die Misstöne, die beim Thema Libyen entstanden sind, vom Tisch zu wischen. Innerhalb von zwei Tagen haben afrikanische Politiker diskutiert, einige haben Vorschläge gemacht, andere sind aneinandergeraten. Aber am Ende kam es zu einer gemeinsamen Position.”