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Come-back für Strauss-Kahn?

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Come-back für Strauss-Kahn?

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Nach der Aufhebung des Hausarrestes gegen den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn diskutieren seine Parteifreunde über die Chancen auf seine Rückkehr in die französische Politik. Der 62-Jährige galt bis zu seiner Verhaftung wegen versuchter Vergewaltigung Mitte Mai als einer der aussichtsreichsten Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.

Parteichefin Martine Aubry zeigte sich zurückhaltend: “In den USA kommt die Wahrheit ans Licht. Natürlich bin ich froh, daß Dominique seine Bewegungsfreiheit wiedererlangt hat. Ich wünschte, das ginge schneller. Ich warte darauf, die Wahrheit zu erfahren und ich wünschte, es gebe mehr Respekt für ihn”, sagte Aubry.

Nachdem Zweifel an der Hauptbelastungszeugin aufgekommen waren, hatte der zuständige Richter den Haftbefehl gegen Strauss-Kahn aufgehoben. Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer hatte vor der Grand Jury ausgesagt, sie habe sich nach der Vergewaltigung versteckt, später aber zugegeben erst ein weiteres Zimmer und dann Strauss-Kahns Suite geputzt zu haben, bevor es einen Vorgesetzten alarmierte. Strauss-Kahn kann sich nun innerhalb der Vereinigten Staaten frei bewegen. Sein Reisepass wurde vom Gericht einbehalten.