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Erwartungen an Polens EU-Ratsvorsitz

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Erwartungen an Polens EU-Ratsvorsitz

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Seit gestern hat das Land den EU-Ratsvorsitz von Ungarn übernommen – zum ersten Mal in der Geschichte Polens. Der Terminplan für das kommende Jahr ist randvoll. Seit 2004 ist das europabegeisterte Land EU-Mitglied. Neben der Öffnung nach Osten will Polen das Wachstum in Europa beschleunigen. Das Land litt weniger unter der Wirtschaftskrise als mancher europäischer Nachbar. Allerdings sehen nicht alle Polen die europäische Zukunft des Landes rosig.

Der Landwirt Marek Laskus gibt zu Bedenken: “Bisher hat Brüssel nichts für uns Bauern getan, obwohl Polen seit einiger Zeit in der EU ist. Ehrlich gesagt rechne ich auch nicht mehr damit.” Eine Meinung, die nicht mehrheitlich geteilt wird. Andernorts erhofft man sich von der EU neuen Antrieb, einen einen neuen Anstrich für Polen. Die Zustimmung für Brüssel liegt laut Meinungsumfragen bei insgesamt etwa achtzig Prozent landesweit.

Von der polnischen EU-Ratspräsidentschaft erhofft sich der Firmenbesitzer Ryszard Szczerba neue Impulse. Obwohl er nicht wisse, was sich in Polen bewegen lässt, so glaube er an neue Möglichkeiten für sein Land. Diese zu nutzen, sei harte Arbeit und brauche politische Zustimmung.

Bleibt die Begeisterung für Europa weiter hoch, kann Polens liberalkonservativer Regierungschef Donald Tusk außerdem auf Rückenwind für die Parlamentswahlen im Oktober hoffen.