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Frankreich hofft auf Rehabilitation für Strauss-Kahn

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Frankreich hofft auf Rehabilitation für Strauss-Kahn

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“Danke Euer Ehren” – mit diesen Worten hat der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn das Gericht in New York als beinahe freier Mann verlassen. Seit bekannt wurde, dass das mutmaßliche Opfer, das Zimmermädchen aus dem Sofitel, in mehreren Punkten gelogen haben dürfte, schlagen vor allem in Frankreich die Wellen hoch. Zwar kann Strauss-Kahn immer noch verurteilt werden, aber viele Franzosen stehen hinter ihm. “Ich war erleichtert”, meint ein junger Pariser, “denn das Image Frankreichs war nach dieser Affäre wirklich befleckt.” Etwas anders sieht es eine Passantin in der Hauptstadt: “Er ist am Ende. Er hatte gute Chancen für die französischen Präsidentschaftswahlen und vielleicht wird er jetzt rehabilitiert, aber seine Karriere ist vorbei.”

Einige französische Sozialisten erklärten bereits, Strauss-Kahn solle nun doch als Präsidentschaftskandidat antreten. Die Affäre könnte ihm nun sogar Sympathien einbringen, glaubt der französische Analyst Frederic Dabi: “Eines ist absolut unabdingbar: Dass er in allen Anklagepunkten freigesprochen und damit vollkommen rehabilitiert wird. Und wenn wir seine große Bekanntheit nach der Sofitel-Affäre bedenken, könnte es eine Sympathiewelle für Strauss-Kahn geben, der womöglich zu Unrecht angeklagt und für unschuldig befunden wurde.”

Strauss-Kahn selbst wirkte sichtlich erleichtert, als er das Gerichtsgebäude verließ. Fünf der sechs Auflagen gegen ihn wurden aufgehoben. Geäußert hat er sich allerdings noch nicht. Sein Anwalt sagte, er wolle abwarten, bis jeglicher Verdacht gegen ihn beseitigt sei.