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Kompromisse zwischen Serbien und Kosovo ausgehandelt

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Kompromisse zwischen Serbien und Kosovo ausgehandelt

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Unter EU-Vermittlung haben sich Serbien und das Kosovo bei mehreren schwierigen Themen angenähert. Ihre Vertreter erzielten die Kompromisse nach jahrelangen Bemühungen. So wollen beide Seiten Personalausweise und Diplome gegenseitig anerkennen. Ziel ist, die Arbeitsplatzsuche und das Reisen zu erleichtern.

Als nächsten Schritt wolle die EU Kopien der Personenstandsregister erstellen und an den Kosovo weitergeben, die es dort nicht gibt. Das bedeute größere Rechtssicherheit für die Menschen im Kosovo, erklärte der EU-Vermittler Robert Cooper. Außerdem würden dadurch das organisierte Verbrechen und Betrug schwerer gemacht.

Trotz Drohungen aus Serbien hatte sich das Kosovo 2008 einseitig für unabhängig erklärt. Die frühere serbische Provinz wird bisher von 75 Staaten anerkannt – darunter von vielen EU-Mitgliedern.

Mit den Zugeständnissen beugen sich Belgrad und Pristina den Vorgaben aus Brüssel. Beide Seiten streben eine EU-Mitgliedschaft an, die jedoch an Bedingungen geknüpft ist – wie die Auslieferung des als Kriegsverbrecher gesuchten Ratko Mladic aus Serbien, wodurch Belgrad seine Position im Mai stärken konnte.