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Teheran leidet unter Sanktionen aber zeigt sich unbeugsam

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Teheran leidet unter Sanktionen aber zeigt sich unbeugsam

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Die Sanktionen gegen den Iran scheinen Wirkung zu zeigen. Aus Wirtschaftskreisen in Teheran hieß es, es werde schwieriger, Öl ins Ausland zu verkaufen, da die Finanzsanktionen den Zahlungsverkehr beschränken. Dies ist der Hintergrund des Streits mit Indien, das Teheran rund 6 Milliarden Euro für Öllieferungen schuldet. Zuletzt erklärte Teheran, die Lieferungen würden nicht gestoppt, allerdings hatte die staatliche Ölgesellschaft zuvor das Gegenteil erklärt. Die weltgrößte Container-Reederei Maersk will die drei wichtigsten iranischen Containerhäfen nicht mehr anlaufen, nachdem die USA die Häfen auf eine Schwarze Liste gesetzt hatten. Damit müssen Lebensmittellieferungen umgeleitet werden.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Teheran ein weiteres Mal verschärft. Erstmals wurde ein Reiseverbot für Mitglieder der Revolutionsgarden verhängt; zudem wurden weitere Handelsbeschränkungen erlassen. Teheran selbst zeigte sich von all dem unbeeindruckt. Anlässlich eines Militärmanövers hieß es aus dem Verteidigungsministerium, der Erfolg des iranischen Raketenprogramms zeige die Ineffizienz der UN-Sanktionen.