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Shinawatra-Partei führt bei Parlamentswahl in Thailand

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Shinawatra-Partei führt bei Parlamentswahl in Thailand

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In einem aufgeheizten Klima hat Thailand ein neues Parlament gewählt. Ersten Hochrechnungen zu Folge ist die Partei der Oppositionsführerin Yingluck Shinawatra stärkste Kraft. Sie ist die Schwester des im Exil lebendenen früheren Ministerpräsidenten Thaksin. Die Wahl wird von vielen auch als Abstimmung über seine mögliche Rückkehr angesehen. Thaksin soll den Wahlkampf von Dubai aus gelenkt haben. Zu seinen Anhängern zählt die ärmere Landbevölkerung.
 
Die wohlhabenderen Thais aus Bangkok stehen hingegen mehrheitlich hinter dem amtierenden Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva. Der hat seit fast 20 Jahren zwar keine Wahl mehr gewonnen, ist aber seit den schweren Unruhen von 2008 an der Macht.
 
Seit sechs Jahren macht Thailand eine schwere Krise durch, gekennzeichnet durch Proteste, Gewalt und einer sich vergrößernden Kluft zwischen arm und reich. In den vergangenen 80 Jahren hatte das Land 17 Verfassungen und 18 Militärputsche.
 
Mit schweren Unruhen wird auch diesmal gerechnet, da die Partei der Oppositionsführerin die Parlamentswahl wohl gewonnen hat.
 
Eine wichtige Rolle wird nun das einflussreiche Militär spielen. So soll es im Vorfeld Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Armee und der Shinawatra-Partei gegeben haben.
 
Etwa 180.000 Sicherheitskräfte überwachten den Ablauf der Parlamentswahl in Thailand.