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Anklage wackelt, DSK

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Anklage wackelt, DSK

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Nach der Wende im Fall Strauss-Kahn gerät nun die klageführende New Yorker Staatsanwaltschaft immer mehr unter Druck.

Die Übersetzung eines in einem westafrikanischen Dialekt geführten Telefongesprächs verzögerte die Freilassung Strauss-Kahns anscheinend um Wochen.

Staatsanwalt Cyrus Vance sieht sich nun Vorwürfen ausgesetzt, er habe voreilig eine Anklage zusammengeschustert, statt zuvor gründlich die Fakten zu prüfen.

So hatte es sechs Wochen gedauert, bis ein belastendes Telefonat des angeblich angegriffenen Zimmermädchens mit ihrem kriminellen Ehemann übersetzt werden konnte. Dabei soll darüber gesprochen worden sein, Geld aus der Begegnung zu schlagen.

US-Boulevardblätter munkeln gar, das angebliche Opfer sei als Prostituierte gezielt in das Nobelhotel geschickt und eventuell auf Strauss-Kahn angesetzt worden.

Grund genug für die Staatsanwaltschaft, Strauss-Kahn wieder freizulassen.

Entlastet in der Sex-Affäre, sieht sich DSK politisch bei seinen Landsleuten wieder im Aufwind:

Knapp die Hälfte der Franzosen wünschten sich nach einer Umfrage Strauss-Kahn gern in die Pariser Machtzentren zurück.