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Haftstrafen für weißrussische Regierungsgegner


Weißrussland

Haftstrafen für weißrussische Regierungsgegner

In Weißrussland sind einen Tag nach den Protesten am Nationalfeiertag rund 100 Regierungsgegner zu Haftstrafen zwischen neun und 15 Tagen verurteilt worden. Sie wurden in Minsk und anderen Städten wegen “Hooliganismus” verurteilt.

Laut Menschenrechtlern könnten noch mehr Regierungsgegner ins Gefängnis wandern. Die Polizei hatte landesweit rund 400 Oppositionelle verhaftet, davon etwa 200 in der Hauptstadt Minsk. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen appellierten an die Gerichte, die Verurteilten unverzüglich freizulassen.

Die Regierungsgegner hatten sich im Internet auf sozialen Netzwerken zum Protest gegen die regierung von Staatschef Alexander Lukaschenko verabredet. Sie riefen dazu auf, die Rede Lukaschenkos bei einer Militärparade mit heftigem Applaus zu stören. Die Polizei warnte daraufhin vor “eigenmächtigem Klatschen”. Zuschauer, die sich dem widersetzten, wurden abgeführt.

Lukaschenko hatte zuvor Webseiten der Opposition sperren lassen. Seit der letzten Wahl im Dezember, die Lukaschenko gefälscht hatte, geht die Regierung massiver gegen Kritiker vor. Weißrussland steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren.

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