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Thailands Militär will neue Regierung nicht behindern

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Thailands Militär will neue Regierung nicht behindern

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Thailands künftige Regierungschefin Yingluck Shinawatra wird im Parlament nicht nur mit einer satten Mehrheit regieren, sondern auch auf die Unterstützung durch das mächtige Militär zählen können. Ein ranghoher General sagte der Agentur Reuters, das Militär akzeptiere das Wahlergebnis und habe nicht die Absicht, die Regierungsbildung zu behindern. Die 44-jährige Yingluck, Chefin der Pheu-Thai Partei, sagte bei ihrer ersten Pressekonferenz in Bangkok:

“Heute haben die Pheu-Thai Partei sowie vier weitere Parteien ihren Willen bekundet, gemeinsam eine Regierung bilden zu wollen, um die Probleme des Volkes zu lösen.”

Zusammen kommen die fünf Koalitionäre auf 299 der 500 Sitze im Parlament. Die Geschäftsfrau Yingluck ist erst seit sechs Wochen in der Politik. Jetzt will sie sich um die nationale Versöhnung kümmern, die Wirtschaft ankurbeln und den Kampf gegen Korruption aufnehmen. Yinglucks älterer Bruder Thaksin wurde 2006 als Regierungschef gestürzt. Das Land ist tief gespalten in Anhänger und Gegner Thaksins. Auf dem Weg zur Vereidigung muss indes noch eine Hürde genommen werden: Bei der Wahlkommission liegen fast 2000 Beschwerden wegen Wahlbetrugs vor.