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Neue Klage gegen Strauss-Kahn in Frankreich

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Neue Klage gegen Strauss-Kahn in Frankreich

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Entspannt zurücklehnen kann sich Dominique Strauss-Kahn noch nicht: Eine weitere Frau hat ihn jetzt in seiner Heimat Frankreich verklagt, ebenfalls wegen versuchter Gewaltigung.

Der mutmaßliche Fall liegt allerdings acht Jahre zurück: Tristane Banon führte mit Strauss-Kahn ein Interview, bei dem der Politiker über sie hergefallen sein soll. Damals hielt ihre Mutter sie von einer Klage ab: Sie ist eine Funktionärin in Strauss-Kahns Sozialistischer Partei.

In New York allerdings bricht die Anklage gegen den ehemaligen Chef des Weltwährungsfonds offenbar in sich zusammen: Die New York Post vermeldet das schon als Gewissheit.

Die Staatsanwaltschaft selbst hat Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers. Mehrfach hat die Frau gelogen; ob in ihrem Asylantrag oder über den Hergang nach dem mutmaßlichen Übergriff.

Strauss-Kahn kam deshalb schon aus seinem Hausarrest frei; nur die USA darf er noch nicht verlassen.

Frankreich fragt sich nun, ob er nächstes Jahr vielleicht doch noch zur Präsidentenwahl antreten könnte – und zunächst zur Vorwahl seiner Partei. Vor

seiner Festnahme in New York galt er für beides als der aussichtsreichste Bewerber. Weiteren Ärger kann er dabei aber nicht gebrauchen: Seine neue Gegnerin will er seinerseits ebenfalls verklagen, wegen Verleumdung.