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Amnesty: Schwere Vorwürfe gegen Syriens Führung

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Amnesty: Schwere Vorwürfe gegen Syriens Führung

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Die syrische Führung wird der Unruhen im eigenen Land nicht mehr Herr, trotz aller Brutalität: Vor allem in der Protesthochburg Hama dauert das Blutvergießen an. Menschenrechtler berichten, erneut seien Menschen getötet worden. Schon gestern gab es demnach bei den Protesten gegen Staatspräsident Baschar Assad etliche Tote. Genaues ist aus dem verschlossenen Land kaum zu erfahren.

Die Menschenrechtler von Amnesty International richten schwere Vorwürfe gegen die syrische Führung. Es geht um Vorfälle in dem Ort Tell Kalach:

Amnesty hat Menschen befragt, die von dort über die Grenze nach Libanon geflohen waren.

Willkürliche Festnahmen habe es gegeben, sagt Peter Clarke, ein Amnestysprecher; dazu Fälle von Tod in Untersuchungshaft und Folter. Der Weltsicherheitsrat müsse das vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen: Denn möglicherweise seien in großem Maßstab Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden.

Syrien ist seit Monaten Schauplatz von Protesten gegen die Machthaber um Assad. Der Präsident hat vage Reformen angekündigt; in der Hauptsache setzt er aber auf Gewalt. Der Opposition zufolge sind schon weit über tausend Menschen getötet worden.