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EU stoppt ägyptische Sämereien

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EU stoppt ägyptische Sämereien

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Im Zuge der EHEC-Krise stoppt die Europäische Union vorübergehend die Einfuhr bestimmter Sprossensamen aus Ägypten.

Außerdem müssen alle Bockshornkleesamen, die zwischen 2009 und 2011 in die EU geliefert worden sind, europaweit sofort vom Markt genommen werden.

Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit:

“Wir unternehmen große anstrengungen, um herauszubekommen, wohin die entsprechenden Sämereien geliefert worden sind und warum eine bestimmte Tranche die Infektionen auslöste. Auch werden wir ein Expertenteam für weitere Untersuchungen nach Ägypten schicken.”

Das vereinbarte Importverbot soll zunächst bis Ende Oktober gelten.

Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) und das Bundesamt für Verbraucherschutz erklärten in Berlin, Bockshornkleesamen aus Ägypten seien mit hoher Wahrscheinlichkeit für die EHEC-Ausbrüche verantwortlich.

Bei der EHEC-Epidemie in Deutschland infizierten sich laut RKI mehr als 4000 Menschen mit dem gefährlichen Darmkeim. 851 davon erkrankten an dem schweren HUS-Syndrom. 49 Menschen starben.