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Stresstests für Atomkraftwerke

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Stresstests für Atomkraftwerke

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Japan braucht dringend mehr Strom. Derzeit sind 35 der 54 Kernkraftwerke wegen Inspektionen heruntergefahren. Um drohende Engpässe im Sommer zu vermeiden, drängt die Regierung darauf, die Meiler möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen.

Nach der Katastrophe von Fukushima will Japan deswegen jetzt alle Atomkraftwerke einem Stresstest unterziehen. Damit soll den Bürgern die Sorge über die Sicherheit gemommen werden. Das verkündete der Industrieminister Kaieda:

“Wir werden die Kriterien der Europäischen Union anwenden, um den Menschen wieder mehr Sicherheit zu geben. Und das muss so schnell wie möglich geschehen.”

Ein Mann, der diese Aufgabe mit umsetzen soll, wurde ebenfalls gleich ernannt. Tatsuo Hirano wird der neue Wiederaufbauminister. Sein Vorgänger hatte nach nur einer Woche im Amt hingeschmissen.

Er muss jetzt zum Einen das Hochfahren der Atomkraftwerke gegen Widerstände vor allem bei den umliegenden Gemeinden verteidigen. Diese fordern seit der Katastrophe von Fukushima am 11. März erheblich schärfere Sicherheitsauflagen. Zum Anderen muss er die Stromversorgung garantieren. Denn gerade im Sommer ist der Strombedarf durch Klimaanlagen besonders hoch.