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Verfahren gegen Strauss-Kahn in Kürze eingestellt?

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Verfahren gegen Strauss-Kahn in Kürze eingestellt?

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Die Fußfessel ist er los, in wenigen Tagen könnte er ganz freikommen – doch mit dem Türschlüssel hat er noch Schwierigkeiten: Minutenlang mühten sich Dominique Strauss-Kahn und seine Frau gestern Abend ab, um wieder ins Haus zu kommen. Kameraleute und Paparazzi halfen mit.

Am Ende schaffte es der Ex-IWF-Chef doch – eine symoblische Anekdote für sein Verwaltigungsverfahren in den USA? Das bricht mit immer größerer Wahrscheinlichkeit in sich zusammen: Namhafte US-Zeitungen berichten, die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers sei derart untergraben, dass die Ermittler in Kürze mit Einstellung des Verfahrens rechnen, spätestens beim nächsten Gerichtstermin Strauss-Kahns in zwei Wochen.

Die Frau, die ihn der versuchten Vergewaltigung bezichtigt, habe zu oft zu den Vorfällen und zu ihrer eigenen Vergangenheit gelogen, als dass man ihren Worten noch glauben könne. Die Verteidigung spreche inzwischen von einem Szenario von Sex gegen Geld. Wegen der Zweifel an der Frau war Strauss-Kahn in der vergangenen Woche aus dem Hausarrest entlassen worden, er darf aber noch nicht nach Frankreich reisen.

Dort erwartet ihn die nächste Klage wegen versuchter Vergewaltigung vor acht Jahren: Die 32-jährige Schriftstellerin Tristane Banon hat ihrem Anwalt zufolge an diesem Dienstag Anzeige erstattet. Sie selbst erklärte, sie habe genug gehabt, ständig als Lügnerin hingestellt zu werden, weil sie sich nicht früher an die Justiz wandte. Strauss-Kahns Anwälte kündigten daraufhin eine Verleumdungsklage gegen Banon an.