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Countdown zur Unabhängigkeit Südsudans läuft

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Countdown zur Unabhängigkeit Südsudans läuft

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Der Südsudan will am Samstag seine Unabhängigkeit vom Norden erklären. Die genaue Grenzziehung ist aber immer noch zwischen den beiden Seiten umstritten.

In der neuen Hauptstadt Juba laufen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten des jungen Staates auf Hochtouren. Mehr als 3.500 Gäste werden erwartet. Auch Sudans Staatschef Omar Al-Bashir hat sein Kommen angekündigt.

99 Prozent der Südsudanesen hatten für die Unabhängigkeit gestimmt. Das Referendum war Teil des Friedensabkommens, das einen 20 Jahre langen Bürgerkrieg beendete.

Bashir, der frühere Erzfeind, schien die Loslösung des Südens zu akzeptieren, doch seit einem Monat ist der Konflikt wieder aufgeflammt.

Im erdölreichen Gebiet Südkordofan im Grenzbereich liefern sich beide Seiten heftige Gefechte. Die neueste Entwicklung macht die Hoffnung auf Frieden zunichte.

Der Bürgerkrieg hat tiefe Narben hinterlassen, mindestens zwei Millionen Menschen kamen ums Leben.

Der deutschen Welthungerhilfe zufolge darf der Südsudan nicht seinem Schicksal überlassen werden. Die Situation der Rückkehrer sei dramatisch und ohne Hilfe von außen drohten sie zu verhungern.