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EU-Parlament gegen zu Süßes und zu Fettes

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EU-Parlament gegen zu Süßes und zu Fettes

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Klarere Informationen, bewusstere Auswahl – das Europaparlament hat an für neue Kennzeichnungsvorschriften gestimmt. Es hat sich dabei hehre Ziele auf die Fahnen geschrieben.

Danach soll in Zukunft die Herkunft aller Fleisch- und Milchprodukte auf der Packung vermerkt werden. Und auch der Geburts- und Schlachtort der Tiere. Allergie-auslösende Stoffe gehören dann in die Liste der Inhaltsstoffe – und zwar auch bei nicht-verpackten Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel im Restaurant. Die allgemeine Information ‘Pflanzliches Fett’ reicht nicht mehr aus. In Zukunft muss vermerkt werden von WELCHER Pflanze. Und es gilt 100 Gramm oder 100 Milliliter als Vergleichsgrundlage.

Aber: Alkoholische Getränke sind ausgenommen – in Bier, Schnaps und Wein muss auch in Zukunft nicht aufgelistet werden, was alles drin steckt – zum Unmut von Verbraucherschutzorganisationen. Marianne Skar from Eurocare von der ‘European Alcohol Policy Alliance’ fragt sich, warum die Alkohol-Industrie nicht mit macht. “Wenn Wein solch ein natürliches Produkt ist, warum dann diese Geheimniskrämerei?”

Die Diskussionen ziehen sich seit 2008 hin, wenn der Ministerrat nun auch noch zustimmt, treten die neuen Regeln 2015 in Kraft – andere Vorschriften müssen bis 2017 warten.