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"News of the World"-Abhörskandal schockiert die Briten

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"News of the World"-Abhörskandal schockiert die Briten

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Das britische Boulevardblatt „News of the World“ soll Hinterbliebene von gefallenen Soldaten abgehört haben. Dem Medienmogul Rupert Murdoch könnten die Methoden seines Blattes teuer zu stehen kommen. Mehrere Unternehmen haben ihre Werbeanzeigen zurückgezogen und Premier David Cameron verlangt eine radikale Aufklärung.

Hugh Grant, ein möglicher Zeuge meint, man werde bald herausfinden, dass auch andere Blätter involviert seien: “Es tut mir fast leid, dass sie den Kopf hinhalten müssen für das gewissenslose Handeln der gesamten Branche.”

“News of the World” schreckte anscheinend vor nichts zurück. Mitarbeiter sollen Familien von im Afghanistan-Einsatz getöteten Soldaten bespitzelt haben. Scotland Yard ermittelt.

Und auch die Angehörigen der Opfer der Terroranschläge auf die Londoner U-Bahn 2005 sollen belauscht worden seien.

Dem Boulevardblatt wird außerdem vorgeworfen, sich in Ermittlungen der Polizei eingemischt zu haben. Mitarbeiter haben sich offenbar in das Handy eines verschleppten und später getöteten Mädchens gehackt. Sie sollen Kurzmitteilungen gelöscht haben und weckten damit bei Eltern und Polizei die Hoffnung, dass das Kind noch am Leben sei.

Die oppositionelle Labour-Partei fordert den Rücktritt von Rebekah Brooks. Sie war zur Zeit der Abhöraktionen Chefredakteurin bei “News of the World”.