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Schlagartiges Aus für britisches Skandalblatt

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Schlagartiges Aus für britisches Skandalblatt

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Das britische Sonntagsblatt News of the World wird nach dem neuen Abhörskandal eingestellt. An diesem Wochenende erscheint es zum letzten Mal.

Das ist die Konsequenz aus schweren Vorwürfen: Die News of the World soll jahrelang Privatdetektive damit beauftragt haben, Handys von Politikern oder Prominenten zu knacken – aber auch die von Kriegswitwen und sogar von einem getöteten Mädchen.

Die Boulevardzeitung gehört zum Medienkonzern News Corporation. Dessen Chef Rupert Murdoch hat nun die Notbremse gezogen: Große Werbekunden verabschieden sich aus seinen Medien.

Außerdem gerät ein von ihm angestrebtes Milliardengeschäft, sein Kauf der britischen Fernsehkette BSkyB, ins Wanken. Sogar Parlament und Regierung in Großbritannien haben sich inzwischen mit den Vorwürfen befasst.

Diese Art von Öffentlichkeit kann da für die News of the World und für Murdoch kaum willkommen sein: Daher nun das plötzliche Aus für eine Zeitung, die es immerhin seit 1843 gab.

Die letzte Ausgabe diesen Sonntag wird ohne Werbung erscheinen, stattdessen mit Platz für wohltätige Organisationen. Auch die Einnahmen dieses Sonntags sollen guten Zwecken dienen.