Eilmeldung

Eilmeldung

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA

Sie lesen gerade:

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA

Schriftgrösse Aa Aa

Der US-Arbeitsmarkt bleibt fragil. Im Juni erreichte die Zahl der Neueinstellungen mit knapp 20.000 ihren niedrigsten Stand seit neun Monaten. Ökonomen hatten mit einem Plus von 90.000 gerechnet. Die Zahl der Beschäftigten ist damit so niedrig wie zuletzt im September 2010. Dabei hatten zuvor Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP Grund zur Hoffnung auf eine langsame Erholung des US-Arbeitsmarktes gegeben.

Die Arbeitslosenquote stieg erneut an und lag bei 9,2 Prozent, nach 9,1 Prozent im Mai. Auch in den Monaten zuvor hatte die Quote kontinuierlich zugelegt. Experten hoffen dennoch weiterhin auf eine Erholung. “Es sieht danach aus, als steige das Bruttoinlandsprodukt in jedem Quartal um weniger als zwei Prozent”, meint David Resler von Nomura Securities International, “aber ich denke, im zweiten Halbjahr werden wir ein schnelleres Wachstum erleben.”

Allerdings wirken sich schlechte Arbeitsmarktdaten auch negativ auf den Konsum aus, und das bedeutet für eine traditionell sehr konsumorientierte Wirtschaft wie jene der USA nichts Gutes. Weniger Jobs: das heißt weniger Geld im Portemonnaie – und damit erhält die Ausgabebereitschaft der Amerikaner erneut einen Dämpfer.