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Israel: Pro-Palästina-Aktivisten bleiben am Boden

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Israel: Pro-Palästina-Aktivisten bleiben am Boden

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Israel hat gegen pro-palästinensische Aktivisten ein Einreiseverbot verhängt.

Mehrere Fluggesellschaften erhielten von den israelischen Behörden eine Liste mit rund 300 Namen von Personen, die unerwünscht sind. Es handele sich um potenzielle Gewalttäter.

Mehr als 200 Aktivisten wurde die Weiterreise bereits verweigert. Eine von ihnen erzählt: “Uns wurde ohne trifftigen Grund verboten abzufliegen. Anscheinend haben die israelischen Behörden den Airlines eine Liste gegeben und all jene die auf dieser Liste angeführt sind, dürfen nicht nach Israel einreisen.”

Die Fluggesellschaften kooperieren, denn wenn Passagiere bei ihrer Ankunft in Israel abgewiesen werden, müssen die Airlines für ihren Heimflug aufkommen.

Die Organisation “Willkommen in Palästina” hatte zu der politischen Reise aufgerufen. “Israelis demonstrieren derzeit in Tel Aviv und fordern, dass man die Aktivisten einreisen lässt. Warum sollte man sie daran hindern? Wir haben unser Ziel erreicht, denn wir haben gezeigt, dass die Blockade nicht nur den Gazastreifen sondern ganz Palästina betrifft,” so eine Sprecherin der Organisation.

Auf dem Flughafen Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv sind nach offiziellen Angaben mehr als 500 Polizisten im Einsatz. Bislang gab es jedoch keine Zwischenfälle. Ankommende Reisende müssen mit ausführlichen Befragungen und Kontrollen rechnen.