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Israel setzt unerwünschte Besucher auf Schwarze Liste

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Israel setzt unerwünschte Besucher auf Schwarze Liste

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Israel hat rund 300 pro-palästinensische Aktivisten an der Einreise gehindert. Das Innenministerium hatte zuvor mehreren Fluggesellschaften, darunter der Lufthansa, Alitalia und Air France, eine Liste mit den Namen von Personen übergeben, die nicht befördert werden sollten. Auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv wurden 62 Menschen festgenommen, die in ihre Heimatländer abgeschoben werden sollten. Auf den Flughäfen in Paris wurden rund 200, in Genf rund 30 Fluggäste nicht abgefertigt, worauf es zu Protesten kam. In Deutschland soll es nach unbestätigten Informationen einen Fall in Berlin gegeben haben. “Ich heiße Lila und bin die Mutter der neun Jahre alten Meliane”, sagt eine Frau. “Sie durfte nicht an Bord einer Maschine der Gesellschaft Easyjet gehen, die nach Tel Aviv flog. Dieses neunjährige Mädchen bedroht offenbar die Sicherheit Israels.” Die von dem Einreiseverbot Betroffenen wollten nach Angaben der Initiative “Willkommen in Palästina” ins Westjordanland reisen, um sich ein Bild von der Lage der dort lebenden Palästinenser zu machen. Auch Proteste waren geplant. Palästinensische Organisationen dementierten einen Zusammenhang mit der internationalen Flotille für den Gazastreifen.