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Italien muss bald ohne Silvio Berlusconi auskommen

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Italien muss bald ohne Silvio Berlusconi auskommen

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Italien muss bald ohne Silvio Berlusconi auskommen: Zur nächsten Wahl will der Regierungschef nicht mehr antreten. Als Nachfolger empfiehlt er Angelino Alfano, den Justizminister, schon länger sein Schützling.

Planmäßig würde ein neues Parlament 2013 gewählt; Berlusconi ist aber jetzt schon 74 Jahre alt. Zuviel, sogar für ihn: Er selbst will dann nur noch im Wahlkampf helfen.

Seit 2001 führt Berlusconi fast immer die Regierung, nur einmal mit zwei Jahren Pause. Dazu kommt eine kurze Regierungszeit in den Neunzigern. Außerdem ist er ein steinreicher Medienunternehmer In letzter Zeit schien ihn das Glück aber ein wenig zu verlassen: Das Regierungsbündnis wankt, und die Justiz wird er einfach nicht mehr los, trotz aller Anstrengungen und eigens erlassener Gesetze. Zuletzt schüttelten viele nur noch den Kopf über die Geschichten rund um ihn und eine minderjährige Prostituierte.

Manche Italiener können die Neuigkeit noch gar nicht richtig fassen: “Hört doch bloß auf”, sagt eine Frau auf der Straße; “glaubt ihr dem immer noch? Der geht erst, wenn er seine Geld- und Justizprobleme gelöst hat.”

“Er sagt doch selbst, man soll so kurz in der Politik bleiben wie möglich”, meint ein Mann. “Er hatte genug Zeit: In zwanzig Jahren hat er ja wohl alles zeigen können, was er so drauf hat.”

Ob Silvio Berlusconi vielleicht aber stattdessen noch Staatspräsident werden will? Nein, auch das nicht – sagt er.