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Murdochs Millionendeal gerät in Gefahr

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Murdochs Millionendeal gerät in Gefahr

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Der britische Abhörskandal könnte einen Mann empfindlich treffen: Medientycoon Rupert Murdoch, Gründer und Vorstandsvorsitzender von News Corp., einem der größten Medienkonglomerate der Welt. Das ehemals australische Unternehmen wurde 2004 in den USA neu gegründet. Unter dem Dach von News Corp. ist unter anderem das britische Boulevardblatt “News of the World” beheimatet, das nun eingestellt wird, aber auch seriösere Blätter wie die Times gehören zum Murdoch-Imperium.

Und dieses Imperium hat es in sich. Der Jahresumsatz liegt bei stolzen 23 Milliarden Euro. Zu News Corp gehören mehrere Fernsehstationen wie etwa die Senderkette Fox, Kabelnetzwerke, Zeitungs- und Buchverlage und auch Filmstudios wie 20th Century Fox. Seit Jahren arbeitet Murdoch daran, den Fernsehsender British Sky Broadcasting, kurz BSkyB, vollständig zu übernehmen – bislang hält News Corp 39 Prozent. Allerdings braucht Murdoch für den Deal grünes Licht von der britischen Regierung und erklärte sich dafür sogar bereit, den britischen Fernsehsender Sky News zu verkaufen. Tatsächlich schien der Weg für die Übernahme schon so gut wie frei – nun allerdings sieht es wieder anders aus: Womöglich wird London erst im Herbst über den milliardenschweren Deal entscheiden.