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Srebrenica vor neuem traurigen Gedenken

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Srebrenica vor neuem traurigen Gedenken

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Mehrere tausend Menschen sind in Bosnien zu einem Marsch nach Srebrenica aufgebrochen. Dort jährt sich am Montag zum sechzehnten Mal das Massaker aus dem Bürgerkrieg der neunziger Jahre. Die Teilnehmer des Friedensmarsches wollen Srebrenica dann erreicht haben.
 
Serbische Kämpfer hatten dort damals achttausend bosnisch-moslemische Männer und Jungen getötet. 
Die Opfer wurden in Massengräbern beigesetzt, später aber noch einmal neu vergraben. Ihre Identifizierung dauert immer noch an.
 
“Wir Überlebenden müssen diesen Menschen hier dankbar sein”, sagt einer, der damals entkommen ist. “Es sind Freunde und Menschen aus aller Welt, die den Opfern ihre Achtung erweisen wollen.”
 
“Für Bosnien war es eine tragische Zeit”, meint eine Frau. “Hoffentlich vergessen die Menschen das nie.”
 
Am Montag sollen auf dem Friedhof Potocari bei Srebrenica wieder mehr als sechshundert Leichen bestattet werden, die inzwischen identifiziert wurden. Bisher ist gut die Hälfte der Ermordeten in Potocari beigesetzt.