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Südsudans steiniger Weg in die Unabhängigkeit

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Südsudans steiniger Weg in die Unabhängigkeit

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An diesem Samstag wird der Südsudan nach vielen Jahren Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit vom Norden erklären. In der jungen Hauptstadt Juba laufen die Vorbereitungen für die Zeremonie auf Hochtouren.

Der neue afrikanische Staat ist reich an Ressourcen, doch es fehlt an Infrastruktur und Kompetenz. Dieser Südsudanese scheint voller Hoffnung: “Wir haben 48 Jahre lang gekämpft, doch jetzt ist der Krieg beendet. Gott meint es gut mit uns. Die Südsudanesen, die noch im Exil sind, sollten zurückkommen, um uns beim Aufbau unseres Landes zu helfen.”

Überschattet werden die Feierlichkeiten von den Kämpfen in der ölreichen Grenzregion zwischen Steitkräften aus dem Norden und Rebellen aus dem Süden.

Sudans Präsident Omar al-Bashir hat die Loslösung des Südsudans anerkannt, doch wichtige Fragen wie die Aufteilung der Ölmilliarden und der Grenzverlauf sind ungeklärt. Dreiviertel der Ölfelder liegen im Süden, doch der Norden kontrolliert die Pipelines und Raffinerien.

Das Erdöl ist für den Südsudan Segen und Fluch zugleich. Es kann der Grundstein für den jungen Staat sein oder den Konflikt in der Region erneut anfachen.